Vorschau

 

 
Ab 19.4.2018
USA 2017
123 min.FSK 6
Drehbuch & Regie
Dan Gilroy
Darsteller
Denzel Washington
Colin Farrell
Carmen Ejogo
Verleih
Sony

Roman J. Israel, Esq. - Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit

Black powered Denzel Washington. Roman Israel (Denzel Washington, „Philadelphia“) arbeitet als Anwalt einer großen Kanzlei in Los Angeles, dessen Gerichte hoffnungslos überlastet sind. Seine moralische Integrität gerät allerdings immer wieder in Konflikt mit den Hohepriestern der amerikanischen Justiz und so fühlen sich viele Richter von seiner Art provoziert und verweisen ihn des Gerichts. Eines Tages erleidet Romans Mentor Sozius Jackson einen Herzinfarkt und kurz darauf wird er von seiner Tochter Lynn (Amanda Warren) auch noch vor die Tür gesetzt, der Grund: Jacksons Kanzlei schreibt seit Jahren rote Zahlen und der mitunter schwierige Roman verliert seinen Beruf, nicht aber seine Motiva- tion, die durch sein Black Power-angetriebenes Herz nie zu verebben scheint. Aber auch ein Mann wie Roman möchte mal auf der Sonnenseite des Lebens sitzen, sein Idealismus füllt nicht sein Bankkonto, und die Arbeit im Gemeindezentrum ist hoffnungslos undankbar. So erhält er auf der Beerdigung seines Mentors ein Angebot von George Pierce (Colin Farrell, „The Lobster“), einem stink- reichen Strafverteidiger, für ihn zu arbeiten. Roman zieht schweren Herzens in seine schicke Kanzlei in LAs Inner City. Umsonst versucht er Pierce von seinen jahrelangen Recherchen zu einer Sammelklage zu überzeugen, die endlich für mehr Gerechtigkeit für die schwarze Unterschicht sorgen würde, doch seine Aufopferung gerät immer wieder in Konflikt mit seinem eigenen Glück. Dem charismatischen Denzel Washington gelingt es, ohne manieriertes Schauspiel die ganze Komplexität seiner Figur zu vermitteln. Unterstützt wird er dabei nicht zuletzt von Soul- und Funk-Klassikern der 60er und 70er. Sein Hauptdarsteller lebt mit der Musik aus dieser bewegten Zeit. Sie bildet sein mentales Rückgrat wider den Zeitgeist. Nicht umsonst bewirkte dieses Erbe des Black-Power- Movements eine Kulturrevolution, schrieb politische Geschichte.
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Ab 19.4.2018
USA 2017
95 min.FSK 0
Drehbuch & Regie
Greta Gerwig
Darsteller
Saoirse Ronan
Laurie Metcalf
Tracy Letts
Verleih
Universal

Lady Bird

Tochter werden ist nicht schwer, Tochter sein dagegen sehr. Christine McPherson will raus. Raus aus ihrem Elternhaus, wo ihre pragmatische Mutter sie auf den Ernst des Lebens vorbereiten will, während ihr Vater sie dabei unterstützt, selbstbewusst auf ihre eigene Intuition zu hören. Sie lässt sich fortan nur noch „Lady Bird“ nennen, da sie findet, dass das besser zu ihr passt. Sie möchte raus aus der katholischen Highschool, am besten raus aus ganz Sacramento, am liebsten auf eine gute Uni an der Ostküste. Wofür ihr eigentlich sowohl eine wohlhabende Familie, wie gute Noten fehlen. Doch Christine ist erfinderisch. Und während sie ihr letztes Schuljahr damit verbringt, mit ihrer besten Freundin Julie herumzuhängen, dürfen auch die ersten amourösen Anbandlungen nicht fehlen. Zuerst in Form des Starletts des Schultheaters (Lucas Hedges, „Manchester by the Sea“), dann mit dem coolen Highschool-Rocker (Timothée Chalamet, „Call me by your Name“). Greta Gerwig, die wir sonst vor der Kamera in diversen Indie-Perlen bewundern dürften,schafft es leichtfüßig und intelligent, die gleichzeitig verheißungsvolle wie einschüchternde Zeit des Herauswachsens aus den Kinderschuhen, und dem Hineinwachsen in die eigenen Möglichkeiten und Verantwortungen zu inszenieren. Sie zeigt eine außergewöhnliche Mutter-Tochter-Beziehung so herzlich und authentisch, dass man sich zurückversetzt fühlt in diese von lauter Versprechungen über ein Füllhorn an Zukunften schwangere Zeit. Unter den zahlreichen Auszeichnungen, gewann der Film den Golden Globe für den besten Film und die beste Hauptdarstellerin.
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Ab 19.4.2018
USA 2017
119 min.FSK 12
Regie
David Gordon Green
Drehbuch
John Pollono
Darsteller
Jake Gyllenhaal
Tatiana Maslany
Miranda Richardson
Verleih
StudioCanal

Stronger

Held wider Willen. Boston, April 2013. Die Stadt trägt den jährlich stattfindenden Marathon aus, eine Tradition die sich seit dem Jahre 1897 wiederholt. 2013 ist allerdings alles anders: Attentäter zünden zwei Bomben in der Nähe der Ziellinie, drei Menschen sterben, 260 werden mitunter schwer verletzt, einer von ihnen ist Jeff Bauman (Jake Gyllenhaal, „Brokeback Mountain“), der auf seine Freundin Erin (Tatiana Maslany) wartet, diese muss die Explosionen aus wenigen hundert Metern Entfernung mit ansehen. Jeff wird schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert, als er nach einer langwierigen Operation erwacht, muss er feststellen das ihm beide Beine oberhalb seiner Knie amputiert wurden. Das FBI erhält wenig später einen Anruf, Jeff im Krankenhaus aufzusuchen. Er hat einen der Täter gesehen und kann helfen ihn zu identifizieren, was den Agenten auch wenig später gelingt: zwei Männer werden gefunden, einer stirbt, der andere wird zum Tode verurteilt. Jeff bleibt gebrochen zurück, er muss jetzt bei Null anfangen, ist am Boden zerstört, aber wird gleichzeitig als Held gefeiert, er wirft den „First Pitch“ beim Spiel der Red Sox und ertrinkt fast im Blitzlichtgewitter und Jubel seiner Landsleute. Dieser Film beleuchtet seinen harten Weg zurück in die „Normalität“ und seinen Umgang mit plötzlich auferlegten Ruhm. Der echte Jeff Bauman schrieb den gleichnamigen Roman zum Film. 4 Jahre hat es gedauert bis er gelernt hatte mit Prothesen zu gehen, in den Staaten steht er als Symbol für Resilienz und Durchhaltevermögen.
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Ab 19.4.2018
Österreich 2018
98 min.FSK 0
Drehbuch & Regie
Kurt Langbein
Verleih
Langbein & Partner

Zeit für Utopien

Wie 1,5 Millionen Menschen mit regionaler, frischer Biokost versorgt werden, wie urbanes Wohnen mit einem Bruchteil der Energie möglich ist, wie ein Smartphone fair produziert wird und wie eine ehemals dem Unilever-Konzern gehörende Teefabrik in Selbstverwaltung funktioniert: Eine filmische Entdeckungsreise zu den Einsteigern in eine neue Gesellschaft. „Ich wollte nicht mehr Teil des Problems sein, sondern Teil der Lösung werden“, erzählt Petra Wähning von ihrem Entschluss, ein Projekt der „Solidarischen Landwirtschaft“ zu starten. Statt ihr Geld im Supermarkt zu lassen investieren 300 Konsumenten direkt in einen landwirtschaftlichen Betrieb und werden dafür von diesem mit Lebensmitteln beliefert. Aber lassen sich mit Modellen, die im Kleinen funktionieren, auch große Städte versorgen? Petra Wähning macht sich auf die Reise und entdeckt in Südkorea die Genossenschaft „Hansalim“, deren Bauern 1,5 Millionen Menschen mit regionaler Frischkost in Bio-Qualität versorgen. Weil rund 70 Prozent der Konsumentenpreise bei den Herstellern landen, haben die Bauern von „Hansalim“ eine gute Perspektive. Laura Gerritsen von „fairphone“ macht sich auf den Weg zu den Kobalt-Minen im Kongo, um für die in Smartphones benötigten Mineralien faire Produktionsbedingungen zu etablieren: „Alles was wir in Europa kaufen, hat einen Einfluss auf die Herstellungsländer, die sich sehr oft im Süden befinden. Wir wollen Signale für die Konzerne geben, dass für die Konsumenten neben Gewinn auch soziale und ökologische Kriterien wichtig sind“. „Angesichts der Klimakatastrophe haben sich die zivilisierten Regierungen der Welt darauf geeinigt, dass in Zukunft jeder Mensch nur 2,5 Tonnen Kohlendioxid im Jahr verbrauchen darf, in Europa werden aber derzeit durchschnittlich elf Tonnen pro Kopf verbraucht“, sagt der Vordenker der Postwachstumsgesellschaft Niko Paech. Im Züricher Wohnprojekt „Kalkbreite“ wird vorgelebt, wie dieses Ziel zu erreichen ist, ohne auf einen angenehmen Lebensstil verzichten zu müssen. 1336 Tage dauerte die Besetzung einer Fabrik, die der Unilever-Konzern schließen wollte. Heute verwalten die Mitarbeiter den Betrieb in Südfrankreich als Genossenschaft „Scop Ti“ selbst. „Es liegt jetzt an uns, diese Kooperative mitzutragen, um gemeinsam dort anzukommen wo wir hinwollen“, sagt Rim Hindri. Gibt es nach dem Zusammenbruch des „realen Sozialismus“ neben dem Kapitalismus, der global immer polarisierender Reichtum und Armut produziert, ein Gesellschaftsmodell, über das nachzudenken und um das zu streiten sich lohnt? Vier Menschen und Initiativen sagen: Ja! Sie haben sich entschlossen, Wege jenseits von Gier und Profitstreben zu gehen und dabei viel gelernt. Sie sind keine Aussteiger, sondern Einsteiger in eine neue Gesellschaft.
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Ab 19.4.2018
Frankreich 2017
98 min.FSK 0
Regie
Ludovic Bernard
Drehbuch
Michel Delgado, Eric Heumann
Darsteller
Élodie Fontan
Florent Peyre
Daniel Prévost
Verleih
X Verleih

Die Pariserin - Auftrag Baskenland

In wunderschönen Bildern erzählt Regisseur Ludovic Bernard in „Die Pariserin – Auftrag Baskenland“ eine temporeiche und witzige Liebesgeschichte um die bildschöne, erfolgreiche Großstadtpflanze Sybille, die im Auftrag ihrer Firma ins malerische Baskenland reist, um einen alteingesessenen Familienbetrieb aufzukaufen und an dessen Stelle einen Supermarkt zu errichten. Schnell wird sie mit der Sturheit der illustren Dorfbewohner und deren unvergleichlicherer Lebensart konfrontiert und erliegt allmählich dem Charme des liebenswerten Machos Ramunxu, der ihr zeigt, worauf es im Leben statt Geld und Erfolg wirklich ankommt: Liebe, Freundschaft und Loyalität.
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Ab 26.4.2018
Großbritannien, Frankreich, USA 2017
90 min.FSK 16
Drehbuch & Regie
Lynne Ramsay
Darsteller
Joaquin Phoenix
Ekaterina Samsonov
John Doman
Verleih
Constantin

A Beautiful Day

Filmemacherin Lynne Ramsay („We need to talk about Kevin“) erkundet die Abgründe einer geschändeten Seele in einem höchst beeindruckenden Anschlag auf die Sinne. Joaquin Phoenix (immer großartig; „Maria Magdalena“, „Walk the Line“) spielt Joe, einen wortkargen Kriegsveteranen und Ex-Agenten, der sein Geld mit der Befreiung von Kindern aus dem organisierten Menschenhandel verdient. Seinen letzten Funken Güte spendet Joe der Pflege seiner Mutter (exquisit; Judith Roberts, „Eraserhead“), ansonsten hat er mit dem Leben abgeschlossen. Sein neuester Auftrag führt ihn in die Kinderabteilung eines Nobelbordells, wo er eine Senatorentochter (Ekaterina Samsonov mit eindringlich totem Blick) retten soll. Alles läuft gut, bis alles schief geht. Doch Handlung ist nur Störrauschen in Ramsays impressionistischer Studie von Schändung. Die Werke der ehemaligen Fotografin lassen sich eher in Welten eines Bill Viola oder Gerhard Richter verorten, denn Martin Scorsese („Taxi Driver“). Entsprechend ist ihr Film eine düstere, sinnlich verstörende Galerie des Schreckens, in der Schönheit und Grauen dicht beieinander liegen. Brilliant unterlegt mit Klängen von Jonny Greenwood („Der seidene Faden“) und straff gehalten in konzentrierten 85 Minuten, ist „A Beautiful Day“ eine Mutprobe, die es sich zu bestreiten lohnt. Denn Lynne Ramsay bekommt viel zu selten Gelegenheit ihr unbestrittenes Talent der Filmwelt zu offenbaren.
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Ab 26.4.2018
Frankreich, Türkei, Griechenland 2017
96 min.FSK 6
Drehbuch & Regie
Tony Gatlif
Darsteller
Daphne Patakia
Simon Abkarian
Maryne Cayon
Verleih
MFA

Djam

Die junge Griechin Djam wird von ihrem Onkel Kakourgos, einem ehemaligen Seemann und passionierten Rembetiko-Fan, nach Istanbul geschickt, um ein rares Ersatzteil für ein Boot zu besorgen. Dort trifft sie auf die 19-jährige Französin Avril, die als Freiwillige in die Türkei kam, um dort in der Flüchtlingshilfe zu arbeiten - doch ohne Geld und Kontakte ist die junge Frau verloren in der großen fremden Stadt. Die freche und freiheitsliebende, aber auch ebenso großherzige wie unberechenbare Djam nimmt Avril unter ihre Fittiche ... und dies ist der Beginn einer Reise voller Hoffnung, wundervoller Begegnungen, großartiger Musik und der Freude am Teilen. Der in Algerien als Sohn eines Kabylen und einer Roma geborene, französische Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler und Komponist Tony Gatlif wurde durch seinen Film GADJO DILO – GELIEBTER FREMDER einem größeren Publikum bekannt. Mit EXILS gewann er bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2004 den Regiepreis. Ebenfalls in Cannes als Weltpremieren gezeigt wurden TRANSYLVANIA (2006) und DJAM (2017). Eine wichtige Rolle in Djam spielt der Musikstil Rembetiko, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus der Verbindung der Volksmusik Griechenlands und der osmanischen Musiktradition in den Subkulturen von Athen, Piräus und Thessaloniki hervorgegangen ist. Tony Gatlif versteht diese Musik als "Musik der Ungeliebten, der Menschen, die darauf stolz sind, wer sie sind. Subversive Musik, deren Texte Worte sind, die heilen können."
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Ab 26.4.2018
Großbritannien, USA, Frankreich 2018
89 min.FSK 0
Regie
Nick Park
Drehbuch
Mark Burton, John O'Farrell. James Higginson
Verleih
StudioCanal

Early Man

In der Steinzeit aus Knete. Genauer gesagt Plastilin, denn daraus bestehen die Darsteller im neuesten Nick Park-Film. Park der 1989 mit Wallace und Gromit die Stop-Motion Filme wieder ins Rollen brachte und zusammen mit dem Hochkreativ-Studio Aardman-Animations Knetfiguren erstmals wie Hollywood-Schauspieler bezahlen konnte, präsentiert nun sein neuestes Werk. In der Urzeit zerstört ein Asteroid den Großteil des Lebens auf der Erde, verschont aber einen kleinen Stamm Steinzeitmenschen, der sich im Epizentrum der Katstrophe ein kleines Paradies aufbaut. Die mickrigen Überreste des Asteroiden werden von den Bewohnern zum Spaß herumgekickt und somit wird zufällig der Fußballsport erfunden. Wenige Jahre später erscheint eine neue Bedrohung auf der Bildfläche: die neueste Stufe der Evolution in Form der Bronzezeitmenschen macht sich breit und steht plötzlich im Steinzeitdorf. Der junge Dug (Stimme: Eddie Redmayne) will seinen Stamm verteidigen und greift die glänzenden Vehikel der feindlichen Armee an und wird kurzerhand festgenommen. Er findet sich in der Stadt des grausamen Nooth (Stimme: Tom Hiddleston) wieder und als er versucht dem städtischen Gefängnis zu entkommen, findet er sich in einer bronzenen Fußball-Arena wieder. Vertraut mit dem Spiel fordert Dug Nooths Elite-Mannschaft zu einem Spiel heraus um sein Volk zu retten, er erhält Hilfe der Stadtbewohnerin Goona (Stimme: Maisie Williams) seine Mannschaft zu trainieren, welches leider immer noch etwas zu dumm für die Regeln ist...
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Ab 26.4.2018
Frankreich 2016
89 min.FSK 0
Drehbuch & Regie
Blandine Lenoir
Darsteller
Agnès Jaoui
Thibault de Montalembert
Pascale Arbillot
Verleih
Tiberius

Madama Aurora und der Duft von Frühling

Humorvolle, erfrischende Komödie über das Loslassen und Neuanfänge. Aurore (Agnès Jaoui), die bald Großmutter wer- den wird, war bislang immer ganz glücklich mit ihrem Leben und ihren beiden erwachsenen Töchtern Sarah (Sarah Suco) und Lucie (Lou Roy- Lecollinet). Doch nun hat sie ihren Job verloren, leidet an den Wechseljahren und alles in allem könnte es besser in ihrem Leben laufen. Von Beratungsterminen beim Jobcenter, verrückt spielenden Hormonen, Konflikten mit ihren Töchtern und misslungenen Dates, wird Aurora mit den Herausforderungen des Lebens konfrontiert. Immer mehr fühlt sie sich der Alters-Diskriminierung ausgesetzt und an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Doch da trifft sie zufällig ihre große Jugendliebe Christophe (Thibault de Montalembert) wieder. Ist das vielleicht die ideale Gelegenheit, um neu anzufangen und mit der Liebe auch den Duft von Frühling zurück in ihr Leben zu holen? Mit Hilfe ihrer Töchter wagt sie einen Neustart.
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Ab 26.4.2018
Deutschland, Schweiz 2018
95 min.FSK 6
Drehbuch & Regie
Markus Imhoof
Verleih
Majestic

Eldorado

„Das einzige, was uns am Ende bleibt, sind Erinnerungen, die auf Liebe basieren.“ Es ist eine solche Erinnerung, die den preisgekrönten Regisseur Markus Imhoof sein Leben lang be­gleitet hat: Es ist Winter, die Schweiz ist das neutrale Land inmitten des Zweiten Weltkriegs und Mar­kus Imhoofs Mutter wählt am Güterbahnhof ein italienisches Flüchtlingskind aus, um es aufzupäp­peln. Das Mädchen heißt Giovanna – und verändert den Blick, mit dem der kleine Markus die Welt sieht. 70 Jahre später kommen wieder Fremde nach Europa. Markus Imhoof hat Giovanna nie vergessen, hat ihre Spuren verfolgt und in ihrem Land gelebt. Nun geht er an Bord eines Schiffes der italienischen Marine, es ist die Operation „Mare Nostrum“, in deren Verlauf mehr als 100.000 Menschen aus dem Mittelmeer gezogen werden. Mit den Augen des Kindes, das er damals war, spürt er den Fragen nach, die ihn seit jeher umtreiben. Markus Imhoof erzählt nach seinem herausragenden und u.a. mit dem Deutschen Filmpreis ausge­zeichneten Kinoerfolg MORE THAN HONEY erneut eine sehr persönliche Geschichte, um ein globales Phänomen erfahrbar zu machen. Seine Fragen nach Menschlichkeit und gesellschaftlicher Verant­wortung in der heutigen Welt führen ihn zurück zu den Erlebnissen seiner Kindheit und seiner ersten Liebe. ELDORADO ist eine schweizerisch-deutsche Produktion von zero one film, Thelma Film und Ormenis Film, produziert von Thomas Kufus (GERHARD RICHTER PAINTING, MORE THAN HONEY, DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER) und Pierre-Alain Meier (MORE THAN HONEY). Der Film entstand in Co-Produk­tion mit dem Schweizer Radio und Fernsehen, SRG SSR und dem Bayerischen Rundfunk, gefördert mit Mitteln von BKM, Filmförderungsanstalt und FilmFernsehFonds Bayern sowie von Bundesamt für Kultur (BAK), Cinéforom und Loterie Romande, Zürcher Filmstiftung, Kulturfonds Suissimage, Marlies Kornfeld, Volkart Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, Werner Merzbacher, UBS Kulturstiftung, Succès Passage Antenne und Succès Cinéma.
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