Vorschau

 

 
Ab 25.5.2017
Großbritannien, USA 2017
98 min.FSK 6
Regie
Jonathan Teplitzky
Drehbuch
Alex von Tunzelmann
Darsteller
Brian Cox
Miranda Richardson
John Slattery
Verleih
SquareOne

Churchill

…hatte übrigens keine Bulldogge, sondern einen Pudel. Winston Churchill steht so ikonisch für die Briten wie Bacon and Eggs. Er manövrierte das Empire durch den 2. Weltkrieg, trug aus Verbundenheit mit dem Volk den berühmten Boilersuit (allerdings maßgeschneidert) und rauchte mit Wonne die nach ihm benannten Zigarren. Auf dem Höhepunkt angekommen, verlangt der Weltkrieg alles von jedem ab. Churchill (Brian Cox, „Braveheart“) bildet keine Ausnahme: Operation D-Day muss funktionieren, sonst ist alles verloren! Churchills Frau Clementine (Miranda Richardson, „Sleepy Hollow“) steht auch in dieser schwierigen Phase ihrem Mann mit Rat und Tat zur Seite, doch die langen Jahre des Krieges haben die Beziehung der beiden zerrüttet. Der Countdown tickt unbarmherzig, die letzten 24 Stunden vor der größten Invasion aller Zeiten hämmern auf Churchill ein. Es geht immerhin auch um seine Ehre. Eisenhower-hartes Biopic über den großen Winston! Hier steht nicht nur das Schicksal der Welt, sonder auch die Ehe der Churchills auf dem Spiel, aber die Geschichte belehrt uns eines Besseren, denn der geniale, geistreiche und durchaus witzige Churchill besticht mit seiner einzigartigen Persönlichkeit und trägt somit einen gewaltigen Teil zur Rettung Europas bei. Wer Churchill kennt, wird diesen Film lieben. Die, die ihn nicht kennen, werden hiermit eingezogen und verpflichtet ihn zu sehen.
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ab Donnerstag im REX
Ab 25.5.2017
USA 2016
128 min.FSK 6
Regie
Terrence Malick
Drehbuch
Terrence Malick
Darsteller
Ryan Gosling
Rooney Mara
Michael Fassbender
Natalie Portman
Cate Blanchett
Christian Bale
Verleih
StudioCanal

Song to Song

Zwei ineinanderlaufende Beziehungsdreiecke. Obsession und Verrat vor dem Hintergrund der Musikszene Austen, Texas. Terrence Malicks neuer, poetischer Bilderreigen voller Starpower. Im heißen Süden der USA und der dortigen Musikszene, suchen die Songwriter Faye (Rooney Mara, „Carol“) und BV (Ryan Gosling, „La La Land“), sowie der Musikmogul Cook (Michael Fassbender, „The Light between Oceans“) und dessen Angebetete (Natalie Portman, „Jackie“) den großen Erfolg, und baden dabei in einer Rock‘n‘Roll Landschaft aus Verführung und Verrat. Kinopoet Terrence Malick („Knight of Cups“, „The Tree of Life“) ist noch nicht fertig mit seiner Suche nach Bedeutung im hedonistischen Zirkel der modernen Kunstindustrie und schwebt mit seiner Kamera (erneut von Meisterhand geführt, Emmanuelle Lubezki, „The Revenant“, „Birdman“, „Knight of Cups“) durch die schillernde Welt der amerikanischen Musikszene. Dabei wird alles was Rang und Namen hat eingefangen und zusammen mit Musik, ausgesuchten Dialogfetzen und bedeutsamen Schlagwörtern aus dem Off, zu einem harmonisch meditativen Bilderreigen gestrickt, indem nicht der Inhalt, sondern die Emotionen im Vordergrund stehen. Ein Film wie ein Wellnesswochenende, tiefenentspannt, reinigend und befreiend.
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ab Donnerstag im REX
Ab 25.5.2017
Australien, Deutschland 2017
112 min.FSK 16
Regie
Cate Shortland
Drehbuch
Shaun Grant
Darsteller
Teresa Palmer
Max Riemelt
Matthias Habich
Verleih
MFA

Berlin Syndrom

Melbourne –> Berlin –> Stockholm? Die australische Fotojournalistin Clare (Teresa Palmer, „Light's Out“, „Hacksaw Ridge“) ist auf Backpacking-Reise in Berlin angekommen, wo sie den charmanten Englischlehrer Andi (Max Riemelt, „Die Welle“, „Freistatt“) kennenlernt. Sehr bald entwickelt sich eine Zuneigung zwischen den beiden, und nach einer Stadttour landen sie bei Andi zu Hause und schließlich im Bett. Doch als Clare am nächsten Morgen aufwacht, ist Andi in der Schule und hat sie in dem ansonsten leerstehenden Gebäude eingeschlossen. Clare denkt zunächst an ein Versehen, erkennt jedoch mit der Zeit, dass dahinter Absicht und ein düsterer Plan steht. Andi hat nicht vor sie wieder gehen zu lassen. Für Clare beginnen schreckliche Wochen, in denen sie zwischen Andis Obsessionen und ihren Fluchtplänen hin- und hergerissen wird. Australien ist der Kontinent mit den gefährlichsten Tieren der Welt. Regisseurin Cate Shortland verlegt ihr Horrorszenario jedoch lieber nach Berlin und zeigt die gefährliche Seite des Menschen selbst. Gekonnt durch eine klaustrophobische Atmosphäre in Szene gesetzt, entsteht nach Melanie Joostens gleichnamigem Roman eine genaue Studie der wechselhaften Beziehung zwischen Entführer und Opfer
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ab Donnerstag im CINEMA
Ab 25.5.2017
Norwegen, Dänemark, Deutschland 2016
98 min.FSK 12
Regie
Sara Johnsen
Drehbuch
Sara Johnsen
Darsteller
Ruby Dagnall
Tuva Novotny
Laila Goody
Verleih
Farbfilm

Rosemari

Regisseurin und Drehbuchautorin Sara Johnsen (UNSCHULD, STADTNEUROSEN) erzählt in ihrem vierten Spielfilm die emotionale Geschichte zweier unterschiedlicher Frauen, die auf außergewöhnliche Weise zusammentreffen und sich gemeinsam auf die Suche nach ihrer jeweiligen Identität begeben. Während Unn Toves Hochzeit bekommt eine Unbekannte auf der Toilette eines Restaurants ein Baby und verschwindet. Die Braut findet das Neugeborene und übergibt es den Behörden. 16 Jahre später treffen sich die beiden wieder: Rosemari, das Baby von damals, ist auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter und hofft, diese in Unn Tove zu finden. Unn Tove ist mittlerweile geschieden und erfolgreiche Journalistin eines Lokalsenders. Sie wittert eine spannende Story, aber vor allem Abwechslung in ihrem einsamen Leben, und beschließt Rosemari zu helfen. Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich Unn Tove und Rosemari auf eine emotionale Reise in die Vergangenheit, auf der nicht nur das Mädchen dem Geheimnis ihrer leiblichen Mutter immer näher kommt, sondern auch Unn Tove ihre Lebensentscheidungen in Frage stellt. Gemeinsam erfahren sie von einer hemmungslosen und doch gescheiterten Liebe und stoßen auf Rosemaris Mutter, die eine erstaunliche Wahrheit verbirgt. (Verleihtext)
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ab Donnerstag im CINEMA
Ab 25.5.2017
Frankreich, Island 2016
83 min.n.n.b
Regie
Solveig Anspach, Jean-Luc Gaget
Drehbuch
Solveig Anspach, Jean-Luc Gaget
Darsteller
Florence Loiret-Caille
Samir Guesmi
Didda Jonsdottir
Verleih
Arsenal

Der Effekt des Wassers

Die französisch-isländische Koproduktion „Der Effekt des Wassers“ lief auf dem Filmfestival in Cannes und gewann bei den Französischen Filmtagen in Tübingen-Stuttgart den Publikumspreis. Samir, ein Kranfahrer aus einer Vorstadt von Paris, verliebt sich Hals über Kopf in Agathe. Er findet heraus, dass sie Schwimmlehrerin ist, und um ihr näherzukommen, gibt er sich als Schwimmschüler aus, obwohl er eigentlich ein guter Schwimmer ist. Aber seine Schwindelei fliegt nach der dritten Stunde auf – und Agathe hasst Lügner! Enttäuscht flieht sie nach Island zu einem internationalen Bademeisterkongress. Sie hat aber nicht mit der Sturheit von Samir gerechnet, den ein Ozean nicht aufhalten kann. Sólveig Anspach drehte den französischen Teil von DER EFFEKT DES WASSERS im Oktober 2014 und den isländischen Teil im Mai/ Juni 2015. Sie hatte 2/3 des Schnitts vollendet, als sie am 7 August 2015 starb. Ihre Cutterin Anne Riégel, ihr Autor Jean-Luc Gaget, ihr Komponist Martin Wheeler, ihr Tonmischer Jean Mallet und ihr Produzent Patrick Sobelman kümmerten sich gemeinsam um das Ende des Schnitts und beendeten zusammen den Film im Dezember 2015. Anspachs Filmschaffen zeichnet sich durch subtilen Humor und Sensibilität aus. (Verleihtext)
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ab Donnerstag im CINEMA
Ab 1.6.2017
Deutschland 2017
90 min.n.n.b
Drehbuch & Regie
Bertam Verhaag
Verleih
Pandora

Code of Survival

Die Geschichte vom Ende der Gentechnik

Ein eindringliches Plädoyer für einen verantwortungsvollen Umgang mit Chemie in der Landwirtschaft. Glyphosat gilt als einer der giftigsten chemischen Schädlings- und Unkrautvernichter und größten Feinde für Mensch, Tier und Pflanzenwelt. Monsanto vertreibt jährlich Millionen Tonnen seines Mittels „Roundup“, dessen Hauptwirkstoff Glyphosat ist, in alle Welt. Doch Gegen den Stoff ist inzwischen wohl doch ein Kraut gewachsen. Viele Schadpflanzen sind inzwischen resistent gegen das Umweltgift, und überwuchern in atemberaubendem Ausmaß die Felder und töten Nutzpflanzen ab. Bertram Verhaag setzt in dieser widerständigen Dokumentation der zerstörerischen Methode der Chemieriesen drei Projekte entgegen, die es mit nachhaltigen Formen der ökologischen Landwirtschaft schaffen, sich mehr als gut dem Raubbau an der Natur entgegenzusetzen. Eine Teeplantage im Himalaya, eine biologisch-dynamische Farm in der Wüste Ägyptens, sowie einer der ersten biologischen Schweinebauern Deutschlands zeigen, dass auch im Einklang mit Flora und Fauna ertragreich und wirtschaftlich, und vor allem das natürliche Gleichgewicht erhaltend, gearbeitet werden kann. Denn nur ein nachhaltiges Bewirtschaften des Planeten kann unser Überleben, und das unversehrte Leben unserer Nachfahren, sichern.
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Ab 1.6.2017
2017
101 min.FSK 0
Regie
Matti Geschonneck
Drehbuch
Wolfgang Kohlhaase
Darsteller
Bruno Ganz
Hildegard Schmahl
Verleih
X-Verleih

In Zeiten des abnehmenden Lichts

Von der Auflösung eines Staates, vom Ende einer Illusion, vom Verlust der Heimat. Zum 90sten Geburtstag von Wilhelm Powileit (Bruno Ganz, „Der Unter- gang“), richtet seine Frau Charlotte (Hildegard Schmal, „Agnieszka“), mit der ihn eine innige Hassliebe verbindet, ihm zu Ehren ein Familien- fest aus. Neben Verwandten und Freunden erscheinen auch Repräsen- tanten des Arbeiterstaats. Es wird gefeiert und geredet als wäre in der DDR noch alles heile. Doch auch für den Staat, für den Wilhelm 1952 aus dem mexikanischen Exil zurückkehrte und den er aus Überzeugung mit aufbaute, naht der 40. und somit letzte Geburtstag. Während die alte Generation noch nicht wahrhaben will, dass das Ideal einer besseren Welt zum scheitern verurteilt ist, verlässt die Jugend schon das Land. Auch Sascha hatte sich wenige Tage vorher „rübergemacht“, also die Flucht in den Westen gewagt. Als die Nachricht auf der Feier die Runde macht, ist das Entsetzen groß. Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase, zuletzt im Berlinale Wettbewerb mit „Als wir träumten“, verdichtet den Erfolgsroman von Eugen Ruge zu einer Studie der verlorenen Utopien. Ein filmisches Gesellschaftsbild, in dem Wege und Irrwege des 20. Jahrhunderts am Beispiel einer aus- einanderbrechenden Großfamilie aufgezeigt werden.
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Ab 8.6.2017
Großbritannien, Kanada 2016
98 min.FSK 12
Regie
Robert Budreau
Drehbuch
Robert Budreau
Darsteller
Ethan Hawke
Carmen Ejogo
Callum Keith Rennie
Verleih
Alamode

Born to be blue

Vom Aufstieg und Fall des Jazz-Musikers Chet Baker. Ethan Hawke („Before Sunset“, „Boyhood“) glänzt in der Hauptrolle. Chesney Henry Baker Jr. (Ethan Hawke) ist zehn Jahre alt, als sein Vater ihm eine Zugposaune schenkt. Diese tauscht er gegen eine Trompete und kann als Autodidakt in kürzester Zeit einfache Swing-Melodien nach- spielen. Sein Markenzeichen: schwierige harmonische Zusammenhänge aus dem Bebop schnell erfassen und harmonische Vorgaben melodisch umspielen können. Mit seinen Fähigkeiten steht dem Trompeter und auch Sänger eine verheißungsvolle Karriere bevor. Unvergessen ist sein Auftritt im legendären New Yorker Jazzclub Birdland. Doch Drogen- exzesse lassen den „King of Cool", den „James Dean of Jazz" am Ende der Fünfziger steil wieder absteigen. Schicksalshaft begegnet er einer Frau (gespielt von Carmen Ejogo), mit der wieder alles möglich scheint. Er verliebt sich in sie und kämpft sich zurück. Er schafft so einige der unvergesslichsten Aufnahmen seiner Karriere.
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Ab 8.6.2017
Frankreich, Belgien 2017
117 min.n.n.b
Regie
Martin Provost
Drehbuch
Martin Provost
Darsteller
Catherine Frot
Catherine Deneuve
Olivier Gourmet
Verleih
Universum

Ein Kuss von Beatrice

Der Film handelt von zwei Frauen, die ungleicher nicht sein könnten. Claire (Catherine Frot, „Mdme. Marguerite“) ist Ende Vierzig und arbeitet auf einer Entbindungsstation, die bald aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen werden soll. Doch ihren beruflichen Neuanfang kann sie sich in einer hochwirtschaftlichen „Geburtsfabrik“ nicht vorstellen. Auch im Privatleben läuft nicht alles rund. Claires erwachsener Sohn Simon (Quentin Dolmaire), der von ihr ohne den Vater großgezogen wurde, zieht aus und will sein Studium schmeißen. Und dann ruft auch noch die einstige Lebensgefährtin (Catherine Deneuve) ihres Vaters an und bittet um ein Treffen. Voller Humor werden nun die Charaktere beider Frauen gegenübergestellt. Claire, die Ausgeglichene. scheint sich durch nichts aus der Ruhe bringen zu lassen, und Béatrice, die Diva, die ihr Leben auf extravagante und pompöse Weise verbracht hat. Der Regisseur Martin Provost („Séraphine“) hat sich bewusst für die Figur der Claire als Hebamme entschie- den. So verdankt er selber einer engagierten Hebamme, die ihm im Augenblick der Geburt Blut spendete, sein Leben.
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Ab 8.6.2017
USA 2017
121 min.FSK 12
Regie
Oren Moverman
Drehbuch
Oren Moverman
Darsteller
Richard Gere
Laura Linney
Steve Coogan
Chloë Sevigny
Verleih
Tobis

The Dinner

Zwei Brüder samt (Ex)Ehefrauen treffen sich zum Dinner um über ein begangenes Verbrechen der Kinder zu verhandeln. Stan (Richard Gere) und Exfrau Barbara (Chloë Sevigny), Paul (Steve Coogan) und Gattin Claire (Laura Linney) sitzen im piekfeinen Restau- rant und besprechen ihr Vorgehen. Jeder Schritt wird Konsequenzen mit sich bringen, denn Stan kandidiert als Gouverneur und wirbt um Unterstützer für einen Gesetzesentwurf. Da wäre ein „Unter den roten Teppich Kehren“ scheinbar einfacher als eine öffentliche Enthüllung, die das Leben jedes Einzelnen von ihnen für immer verändern würde. Nach dem Bestseller des preisgekrönten Schriftstellers Herman Koch (Angerichtet, Originaltitel: Het diner, 2009) wurde nun das Buch von Regisseur Oren Moverman verfilmt. Dieser stellt moralische Konflikte in den Mittelpunkt seines, zum Teil wie ein Kammerspiel anmutenden, Thrillers. Es ist ein Kräftemessen beider Seiten und ein Versuch die richtige Entscheidung zu treffen.
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