Vorschau

 

 
Ab 13.11.2018
2018
185 min.FSK 16
Drehbuch & Regie
Natalia Makarova

La Bayadère

Ballet in drei Akten

LIEBE KINOGÄSTE! Leider müssen wir Royal Opera House: La Bayadère am 13.11. absagen! Gäste, die schon Karten gekauft haben, werden wie folgt entschädigt: Geld zurück und zu einer kommenden ROH Vorstellung freien Eintritt.
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Ab 8.11.2018
Großbritannien, USA 2018
140 min.FSK 0
Regie
David Yates
Drehbuch
J. K. Rowling
Darsteller
Eddie Redmayne
Katherine Waterston
Dan Fogler
Verleih
Warner Bros.

Phantastische Tierwesen:

Grindelwalds Verbrechen

Grindelwald (Johnny Depp) ist nach Europa entkommen und Newt Scamander (Eddie Redmayne) und seine Freunde werden von Dumbledore (Jude Law) rekrutiert ihn zu finden und zu stellen, bevor ein hundertjähriger Friede gebrochen wird und Grindelwald zum tyrannischen Herrscher der Zaubererwelt aufsteigt. Erste Fortsetzung der auf fünf Teile geplanten Filmreihe um die „Phantastischen Tierwesen“. Das „Harry Potter“ Spin-Off erweitert die Magische Welt rund um die britische Zauberakademie Hogwarts und erzählt mit deutlich reiferen Helden eine komplexere Geschichte um die Machtrangeleien im 20. Jahrhundert der Zaubererwelt, lange bevor Harry seine erste Eule zum elften Geburtstag erhielt. Potter-Autorin J.K. Rowling spart die Romane diesmal aus und liefert stattdessen direkt die Drehbücher zur Filmreihe. Mit David Yates als Stammregisseur (er inszenierte bereits den ersten Teil und die letzten vier Potter Filme) und einer spielfreudig edlen Besetzung sollte auch die Fortsetzung ein furioses Zauberspektakel mit schicken Effekten und charmanten Darstellern werden. Exspecto Filmgenuss.
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Ab 15.11.2018
Frankreich, Italien 2018
158 min.FSK 12
Regie
Paolo Sorrentino
Drehbuch
Umberto Contarello, Paolo Sorrentino
Darsteller
Toni Servillo
Elena Sofia Ricci
Riccardo Scamarcio
Verleih
DCM Filmdistribution

Loro

Die Verführten

Abgesang auf eine kränkelnde Nation und ihr wohl schillerndstes Symptom – Polit-Playboy Silvio Berlusconi. Paolo Sorrentino versteht es wie kaum jemand sonst, große Männer in all ihrer erhabenen Pracht und all ihrer menschlichen Erbärmlichkeit zu zeigen. Vergehende Halbgötter, die ihren sich ankündigenden Abstieg entweder nicht sehen oder nicht wahrhaben wollen. Vor genau zehn Jahren schuf er das vielfach ausgezeichnete Meisterwerk „Il Divo – Der Göttliche“ über den damaligen italienischen Ministerpräsidenten Giulio Andreotti, der es schaffte seine politische Macht über Jahrzehnte mit allen nur möglichen Mitteln zu halten. Und auch in seinem oscarprämierten „La Grande Bellezza“ skizziert er mit scharfem Auge die banale Oberflächlichkeit, die hinter dem opulenten Dolce Vita des mondänen Roms und seiner schillernden High Society liegt. In „Loro“ verbinden sich diese exzessive Dekadenz mit politischer Unantastbarkeit im satirischen Biopic über einen der wohl faszinierendsten Politiker und Geschäftsmänner der jüngeren italienischen Geschichte – Silvio Berlusconi. Das größenwahnsinnige Treiben von „Bunga Bunga“- Berlusconi und seinem politischen Führungszirkel, seinen Bewunderern und Nutznießern, zwischen Sex, Politik, Geschäft und Machtmissbrauch setzt der Meister der eindrucksvollen Ästhetik so gekonnt in Szene, dass man die selbst geschaffene Übermenschlichkeit fast wie prickelnden Champagner auf der Zunge spüren kann. Genussvoll fungiert man dabei als Beobachter wie der übergroße Politiker und Medienmagnat samt seiner Gefolgschaft in all seiner Überschätzung in die Lächerlichkeit abgleitet, um schlussendlich im selbst entfachten Feuer zu verglühen. Zynisch schöne Zustandsbeschreibung einer italienischen Gegenwart, in der sich Viele lieber lustvoll Blenden lassen, als selbstkritisch in die Fratze von Korruption und Populismus zu blicken. Sorrentinos Mensch will verführt werden, und das konnte Berlusconi wie kein zweiter…
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Ab 15.11.2018
USA 2018
105 min.
Regie
Jesse Peretz
Drehbuch
Tamara Jenkins, Jim Taylor, Evgenia Peretz
Darsteller
Rose Byrne
Ethan Hawke
Chris O'Dowd
Verleih
Prokino Filmverleih

Juliet, Naked!

Geschichte eines romantischen Beziehungsgeflechtes nach dem Bestsellerroman von Nick Hornby. Duncan (Chris O'Dowd, „Loving Vincent“) und Annie (Rose Byrne, „Star Wars: Episode 2“, „Troja“) leben zusammen. Doch nach 15 gemeinsamen Jahren läuft es nicht mehr so gut. Derweil verehrt Duncan umso mehr den früheren Indie Pop Sänger Tucker Cowe (Ethan Hawke, „Maudie), der nach zwei Jahrzehnten endlich ein neues Album veröffentlicht. Da überrascht es, dass Annie das Album zuerst und alleine hört. Während Duncan schließlich hin und weg ist, er ist schließlich besessen von Tucker Cowe, kann sich Annie nicht einmal verkneifen, dem Künstler selbst eine harsche Kritik auf seiner Website zukommen zu lassen. Aus diesem ersten Kontakt ergibt sich nach und nach eine Unterhaltung und sogar ein späteres Treffen mit Romantikgarantie, was allerdings plötzlich bei Duncan so gar nicht auf Wohlwollen stößt.
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Ab 15.11.2018
Italien, USA 2018
152 min.FSK 16
Regie
Luca Guadagnino
Drehbuch
David Kajganich, Dario Argento
Darsteller
Greta Bohacek
Charo Calvo
Fabrizia Sacchi
Verleih
Koch Films

Suspiria

Ein Hexentanz auf dem Scheidepunkt von Machtsystemen und Genderpolitik. Die Neuinterpretation des Giallo-Klassikers „Suspiria“ tanzt prachtvoll auf allen Bühnen. Nach der Uraufführung gab es für Regisseur Luca Guadagnino („Call me by your name“, „A Bigger Splash“) eine Umarmung unter Tränen, von Kollege Quentin Tarantino. Das mag daran liegen, dass Gaudagnino nicht einfach ein modernes Remake von Dario Argentos Horrorklassiker „Suspiria“ (1977) gedreht hat, sondern sich, in tiefer Ehrfurcht, dessen Konstrukt ausborgte, um eine ganz eigene Interpretation zu erschaffen, die von höchst anspruchsvollem Sachverstand und Vieldeutigkeit strotzt. Die Handlung dreht sich im Kern immer noch um eine von Dunkelheit umwobene Tanzschule für Mädchen im Berlin von 1977. Die Konflikte in Gesellschaft, Politik und Kultur jener Zeit spiegelt Gaudagnino gekonnt in Macht- und Beziehungsgeflechten der Heldinnen (allesamt an Frauenfiguren der Fassbinder Filme angelehnt) der Tanzakademie wieder und schafft auch Parabeln in unsere heutige Zeit. Die künstlerisch herausragende Inszenierung verneigt sich vor zeitgenössischen Genreklassikern und erinnert in ihrer Körperlichkeit auch an die betörenden Verrenkungen eines Pina Bausch Tanztheaters. Am Ende steht nur eine Frage: Wo geht der Tanz hin, und wer steht am Ende auf der Bühne?
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Ab 15.11.2018
Deutschland 2018
129 min.FSK 6
Drehbuch & Regie
Sandra Nettelbeck
Darsteller
August Zirner
Johanna ter Steege
Barbara Auer
Verleih
Alamode Film

Was uns nicht umbringt

Eine melancholische Beziehungskomödie. Was ist das schlimmste, was einem Therapeut passieren kann? Genau, sich in seine Patientin zu verlieben und das noch zu einem Zeitpunkt, wo Max (August Zirner) wirklich nicht noch weitere Probleme braucht. Denn sein Privatleben fordert gerade viel von ihm: zwei pubertierende Töchter, eine Ex-Frau, die aber trotzdem noch mit ihm befreundet ist, ein Hund, der nicht wirklich am Leben gefallen findet und darüber hinaus seine Patienten. Sonderbare Patienten. Sandra Nettelbeck schrieb das Buch und führte Regie und schafft es wunderbar, die alltäglichen Dinge im Leben mit einer hohen Bedeutung zu versehen. Die rund 20 Protagonisten schaffen viel Platz für Identifikationsmöglichkeiten, aber auch für sensible und lustige Momente. Dieser Film beschäftigt sich mit dem Leben und wirft Fragen in den Raum, die nicht nur die Darsteller für sich beantworten können. Fragen nach Neuanfängen und die Entscheidung zu verharren oder etwas zu riskieren. Vielleicht eine Therapiestunde der anderen Art…
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Ab 22.11.2018
Frankreich, Großbritannien, Polen 2018
87 min.FSK 0
Regie
Pawel Pawlikowski
Drehbuch
Janusz Glowacki, Pawel Pawlikowski
Darsteller
Joanna Kulig
Tomasz Kot
Agata Kulesza
Verleih
Neue Visionen

Cold War

Der Breitengrad der Liebe

Und noch ein Film über Musik aus der Sowjetunion (den anderen finden Sie auch in dieser Ausgabe). 1949 ist Polen durch den 2. Weltkrieg zerstört. Komponist Wiktor (Tomasz Kot) und seine Kollegin Irena (Agata Kulesza) reisen zur Zeit des Wiederaufbaus, mit ihrem Tonbandgerät durch die Bergdörfer ihres Landes, um dort nach versteckten Gesangstalenten zu suchen. Die finden sie auch und laden die Kandidaten in ein verfallenes Anwesen ein, um dort ein neues Ensemble zu gründen. Unter den Kandidaten ist auch die temperamentvolle Zula (Joanna Kulig). Wiktor ist direkt Feuer und Flamme und verliebt sich in die rebellische Sängerin. Das Vorsingen hat tatsächlich was vom Format „Deutschland sucht den Superstar“, denn das Prinzip ist genau das selbe. Aber auch die Politik wird auf die Gesangstruppe aufmerksam, so soll das Ensemble doch ein paar lässige Lieder über den guten alten Stalin und Mütterchen Russland schmettern, ganz zum Verdruss von Wiktor. Schwarz-Weiß und (fast) im quadratischen Format gedreht, zeigt dieser Episodenfilm eine unmögliche Liebe, die Sehnsucht nach (gelungener) Flucht und wirft generell einen Blick auf eine oftmals ziemlich absurde Zeit.
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Ab 22.11.2018
Deutschland 2018
101 min.FSK 6
Regie
Philipp Kadelbach
Drehbuch
Stefan Kolditz, Malte Welding, Thomas Sieben
Darsteller
Jan Josef Liefers
Jürgen Vogel
Matthias Bundschuh
Verleih
Universum Film

So viel Zeit

Muhuhuuuuusik! Jan Josef Liefers kennt die treue Tatort- Kommune als Schicki-Micki Pathologen Karl-Friederich Boerne. Er kann aber auch anders, wenn er will, so wie in diesem Film. Da spielt er nämlich Rainer, Ex-Bandleader der Gruppe „Bochums Steine“. Vor 30 Jahren hatte Rainer den Durchbruch-Auftritt seiner Band vermasselt und seit dem geht es nur noch bergab. Die Frau ist weg, der Sohn ist von ihm gelangweilt und der Job ist auch nur noch eine einzige Schnarchnummer. Als Rainer dann noch von seiner Ärztin gesagt bekommt, dass er nicht mehr lange zu leben hat (so ein Ding frisst sich durch seinen Kopf – visuell veranschaulicht durch MRT-Aufnahmen), platzt ihm der Kragen. Er beschließt seine alte Band wieder zusammenzutrommeln und die besteht aus folgenden Personen: Bulle (Armin Rohde), Konni (Matthias Bundschuh), Thomas (Richy Müller) und Ole (Jürgen Vogel). Rainer will unbedingt in der legendären Rockpalast-Sendung auftreten. Ob das wohl klappt? Witzig, einfühlsam und mit einem Gefühl für verlorene Zeit. So erzählt Regisseur Philipp Kadelbach von fünf alten Freunden, die ihre Jugend zurückfordern und es, wenn auch nicht für lange, schaffen.
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Ab 29.11.2018
Großbritannien 2018
111 min.FSK 12
Regie
Ian Bonhôte, Peter Ettedgui
Drehbuch
Peter Ettedgui
Darsteller
Alexander McQueen
Verleih
Prokino Filmverleih

Alexander McQueen

Dokumentation über den Modedesigner Alexander McQueen. Er erlernte das Traditionshandwerk des Herrenschneiders in der renommierten Savile Row in London, arbeitete dann in einer Kostümwerkstatt und bei dem japanischen Designer Koji Tatsuno, um sich im Anschluss beim italienischen Modeschöpfer Romeo Gigli in Mailand anstellen zu lassen. Erst dann studierte er am berühmten Central Saint Martins in London Modedesign. Seine Muse und Mentorin Isabella Blow kaufte ihm seine Abschlusskollektion für 5000 Pfund ab und ebnete ihm den Weg in die harte Modebranche. Alexander McQueen machte sich als „Enfant terrible“ einen Namen in der britischen Modeszene. So zeigte er zum Beispiel blutverschmierte Modells oder auch seinen blanken Hintern am Ende einer Show. Die Regisseure Ian Bonhôte und Peter Ettedgui zeichnen ein Porträt des aus dem Londoner East End stammenden McQueen und zeigen, wie er dank seines Ehrgeizes und seiner Instinkte zu einem der einflussreichsten Designer überhaupt wurde, bevor er dann im Jahr 2010 eines frühen Todes starb. Dabei greifen sie auf größtenteils unveröffentlichtes Archivmaterial zurück und führen Interviews mit McQueens Schwester Janet oder dem Designer Romeo Gigli. Die Musik steuert der Komponist Michael Nyman („Das Piano“) bei.
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Ab 29.11.2018
Dänemark 2018
155 min.FSK 16
Drehbuch & Regie
Lars von Trier
Darsteller
Matt Dillon
Bruno Ganz
Uma Thurman
Verleih
Concorde Filmverleih

The House That Jack Built

Von Trier lockt uns erneut in ein aufwühlendes Labyrinth aus Kunst und Abscheu. Wer Lars von Trier kennt weiß, worauf er sich einlässt. Sex, Gewalt, alle erdenklichen Abgründe der menschlichen Natur – von Trier suhlt sich genüsslich in ihnen. Er liebt die Provokation, die Irritation und das Aufbrechen von moralischen, ethischen und ästhetischen Tabus, die wir im Zuge eines gewissen humanistischen Wertekanons zu achten gelernt haben. So auch in seinem neuen makaber philosophischen Werk, in dem er, ähnlich Dantes Inferno, immer weiter in einer Spirale aus Gewalt und Schuld in die Tiefen der Hölle hinabzusteigen scheint. Jack (Matt Dillon) ist Bauingenieur – und Serienmörder. In „The House That Jack Built“ verfolgen wir unseren kaltblütigen Protagonisten über zwölf Jahre bei fünf seiner mindestens 60 Morde, die exemplarisch seine Entwicklung als kaltblütigen Killer zeigen. Jack, ist nicht nur hochintelligent, sondern auch Perfektionist und höchst neurotisch. Der Mann der sich selbst den Künstlernamen „Mr. Sophisticated“ gegeben hat, sieht jeden seiner Morde als Kunstwerk und wird immer raffinierter bei seinen Werken. Sein größter Traum ist es selbst ein ganz besonderes Haus zu bauen, doch sein Perfektionismus und die Tatsache, dass die Polizei ihm über die Jahre langsam immer näher zu kommen scheint, machen es ihm nicht leicht. Sein einziger Begleiter auf seiner egozentrischen Tour de Mort ist der mysteriöse Verge (Bruno Ganz), der ihm bei der künstlerisch-philosophischen Aufarbeitung seiner Taten als Gesprächspartner mit Expertise zur Seite steht…Bitterböses Märchen über einen ebenso genialen wie eiskalten Menschen, der auf seinem Weg zur verstörenden Vision eine lange Blutspur hinter sich herzieht.
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