Spielwoche

23. - 29. 1.

 
1. Spielwoche
Belgien, Frankreich, Großbritannien 2018
100 min.FSK 0
Drehbuch & Regie
Ken Loach
Darsteller
Kris Hitchen
Debbie Honeywood
Rhys Stone
Katie Proctor
Mark Birch
Ross Brewster
Verleih
NFP

Sorry We Missed You

Ken Loachs neuester Film befasst sich mit einem Kernthema unserer Zeit: Arbeiten bis zum Umfallen, Ausbeutung und Lohn, der kaum zum Leben reicht. Wir diskutieren mit Oberbürgermeister Andreas Mucke, Präsident des Wuppertal Instituts Uwe Schneidewind, Sozialdezernent Stefan Kühn und der stellv. Geschäftsführerin von ver.di Silke Iffländer.

Ricky, Abby und ihre zwei Kinder leben in Newcastle. Sie sind eine starke, liebevolle Familie, in der jeder für den anderen einsteht. Während Ricky sich mit Gelegenheitsjobs durchschlägt, arbeitet Abby als Altenpflegerin. Egal, wie sehr die beiden sich jedoch anstrengen, wissen sie, dass sie niemals unabhängig sein oder ihr eigenes Haus haben werden. Doch dann heißt es: Jetzt oder nie! Dank der digitalen Revolution bietet sich Ricky die Gelegenheit! Abby und er setzen alles auf eine Karte. Sie verkauft ihr Auto, damit Ricky sich einen Lieferwagen leisten und als selbständiger Kurierfahrer durchstarten kann. Die Zukunft scheint verlockend. Doch der Preis für Rickys Selbstständigkeit erweist sich als wesentlich höher als gedacht. Die Familie muss enger zusammenrücken und um ihren Zusammenhalt kämpfen...(Verleihtext)

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1. Spielwoche
London 2020
170 min.FSK 0
Regie
Richard Jones
Drehbuch
Puccini
Darsteller
Charles Castronovo
Gyula Nag
Sonya Yonchev
Andrzej Filończy
Aida Garifullin
Peter Kellner

La Bohème (Oper)

Puccinis Oper über junge Liebe im Paris des 19. Jahrhunderts ist reich gefüllt mit wunderschöner Musik, darunter lyrische Arien, feierlichen Chören für die Beschwörung des Weihnachtsabends im Quartier Latin im zweiten Akt und einer ergreifenden finale Szene, bei der der Komponist selbst Tränen vergoss. Richard Jones’ ausdrucksstarker Inszenierung gelingt es perfekt, La bohème‘s Mischung aus Komödie, Romanze und Tragödie einzufangen, mit eindrucksvollen Bühnenbildern von Stewart Laing. Die Besetzung wartet mit einigen der größten Interpreten von Puccinis unkonventionellen Liebenden unserer Zeit auf, sowie ehemaligen Mitgliedern des Jette Parker Young Artists Programmes der Royal Opera.
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1. Spielwoche
USA 2019
108 min.FSK 12
Drehbuch & Regie
Taika Waititi
Darsteller
Roman Griffin Davis
Thomasin McKenzie
Taika Waititi
Verleih
Fox

Jojo Rabbit

In den Fußstapfen von Chaplin tanzt der Regiewunderknabe Taika Waititi (WO DIE WILDEN MENSCHEN JAGEN) auf dem Hakenkreuz des Faschismus und begeistert mit entlarvendem Witz und bewegender Einsicht.

Der kleine Jojo (Newcomer: Roman Griffin Davis) wächst behütet im Dritten Reich auf. Die – in ein knallbuntes Propaganda-Bonbon verpackte – faschistische Terror-Ideologie der Nazis, ist für Jojo ein großes Abenteuer. Im Ferienlager lernt er spielerisch: Nahkampftechniken, Bücherverbrennen und die Handhabung von Granaten. Nur an einer Mutprobe scheitert er. Aber für solche Fälle hat sein imaginärer Freund Adolf (Taika Waititi, 5 ZIMMER, KÜCHE, SARG) immer aufbauende Worte parat. Die braucht Jojo auch, als er ein jüdisches Mädchen (Thomasin McKenzie, LEAVE NO TRACE) in einem Verschlag des eigenen Hauses entdeckt, welches seine fürsorgende Mutter Rosie (Scarlett Johansson, MARRIAGE STORY) dort versteckt. Und plötzlich beginnt Jojos fröhliche Vaterlandsfantasie zu verpuffen. Naziterror als blendend fröhliche Kinderfantasie – das wird wahrlich nicht ohne mahnende Worte aufgenommen. Doch wer die selbsternannte „Anti-Hass-Satire“ als geschmacklosen Klamauk versteht, tut ihr Unrecht. Mit absurdem Humor und unschuldiger Naivität nennt JOJO RABBIT das rechte Gedankengut beim Namen: Blödsinn. Gleichzeitig wird hier tiefes Mitgefühl für all jene empfunden, die dem Wolf im Schafspelz in die Falle getappt sind. Einer Bestie, die sich hinter markigen Sprüchen, bunten Plakaten und schicken Uniformen versteckt. In diesen Zeiten, in denen Nazis sich wieder selbstbewusst im öffentlichen Raum bewegen und von manchen wieder als politische Antwort auf die Probleme der Welt verstanden werden, erinnert JOJO RABBIT nicht nur an die Grausamkeiten des Dritten Reiches, sondern auch daran, dass das erste Land, das die Nazis erfolgreich erobert haben, ihr eigenes war.

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OmU - Originalversion mit deutschem Untertitel
2. Spielwoche
Großbritannien, USA 2019
110 min.FSK 12
Drehbuch & Regie
Sam Mendes
Darsteller
George MacKay
Dean-Charles Chapman
Mark Strong
Verleih
Universal Pictures

1917

Emotional wie ästhetisch kompromisslos mitreißender Epos – mit Oscaraussichten.

Die britischen Soldaten Schofield (Georg Mackay) und Blake (Dean Charles Chapman) erhalten in Frankreich auf dem Höhepunkt des ersten Weltkriegs eine fast unmögliche Aufgabe: Sie müssen einer Truppe unter Colonel Mackenzie (Benedict Cumberbatch) die Nachricht überbringen, dass sie auf geradem Wege dabei sind, hinter der deutschen Frontlinie in eine Falle zu laufen, was ein Massaker an den 1600 englischen Soldaten bedeuten würde. Die beiden Boten haben Zeit bis zum Morgengrauen, den Gegenbefehl ins No-Mans-Land zu überbringen und 1600 Männern, unter denen sich auch Blakes Bruder befindet, das Leben zu retten… Sam Mendes (5 Oscars für AMERICAN BEAUTY, Regisseur von JAMES BOND SKYFALL & SPECTRE) gilt schon jetzt als Schöpfer eines der besten Filme des nächsten Kinojahres und großer Oscarfavorit. Das liegt nicht zuletzt am genialen Kameragott Roger Deakins (Fargo, No Country For Old Man, James Bond: Skyfall, Sicario, Oscar für Blade Runner 2049), der für 1917 die One-Shot-Technik perfektioniert hat. Damit wir so nah wie möglich an den Protagonisten bleiben und ins Geschehen hineingezogen werden, sind lange Sequenzen als durchgängige Kamerafahrten gefilmt worden. So verdichten sich Zeit und Raum in ein mesmerisierendes Echtzeit-Himmelfahrtskommando, in dem die Grauen des Krieges in Form von nicht enden wollenden Gräben, treibenden Körpern und surrealer Zerstörung den Zuschauer mitten in die Magengrube treffen. Überwältigend.

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DoFrSaSoMoDiMi
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OmU - Originalversion mit deutschem Untertitel
6. Spielwoche
Deutschland 2019
119 min.FSK 0
Drehbuch & Regie
Caroline Link
Darsteller
Riva Krymalowski
Oliver Masucci
Carla Juri
Verleih
Warner Bros.

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Oscarpreisträgerin Caroline Link („NIRGENDWO IN AFRIKA“) erzählt die Geschichte des bekannten Romans, in dem ein Kind zum Flüchtling wird, als Deutschland alle guten Geister verließen.

Oscarpreisträgerin Caroline Link („NIRGENDWO IN AFRIKA“) erzählt die Geschichte des bekannten Romans, in dem ein Kind zum Flüchtling wird, als Deutschland alle guten Geister verließen. Überstürzt packen Anna (Newcomer Riva Krymalowski) und ihr Bruder ihre Sachen. Am Wochenende der Reichstagswahl im Frühjahr 1933 müssen sie und ihre Familie aus Berlin verschwinden. Annas Mutter (Carla Juri, PAULA) erklärt, dass der Vater (Oliver Masucci, ER IST WIEDER DA) immer sehr deutlich seine Meinung in der Zeitung schreibt, und es darum besser wäre eine Weile fortzugehen. Harte Zeiten stehen dem kleinen Mädchen und ihrer Familie bevor, und so beschließt Anna ihr liebstes Stofftier – ein rosa Kaninchen – lieber Zuhause zu lassen, wo es warm und sicher ist. Nach dem Publikumsabstauber DER JUNGE MUSS AN DIE FRISCHE LUFT widmet sich die erfolgreiche Romanverfilmerin Caroline Link erneut einer deutschen Kindergeschichte. In der autobiografisch angehauchten Buchvorlage verarbeitet Judith Kerr ihre Kindheitserlebnisse, als sie und ihre Familie zu politischen Flüchtlingen wurden. Anpassungsprobleme, Sprachbarrieren, Anfeindungen, Geldsorgen. Traurig wenn Probleme von damals klingen, wie Probleme von heute. Noch dazu, wenn man wie Anna zur Abwechslung mal auf der anderen Seite des Zaunes steht. Gut, wenn einen ab und an solche Filme daran erinnern, alte Fehler nicht zu wiederholen. Bevor die guten Geister wieder fliehen.

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6. Spielwoche
China, USA 2019
98 min.FSK 0
Drehbuch & Regie
Lulu Wang
Darsteller
Awkwafina
Zhao Shuzhen
Lu Hong
Verleih
DCM

The Farewell

Lieben, lügen, gehen lassen – Festival-Favorit mit tollen Bildern und einem großen Herz. Die mittelerfolgreiche Schreiberin Billi (Awkwafina) lebt seit ihrem sechsten Lebensjahr in Amerika, hat jedoch eine herzliche Beziehung zu ihrer, in China gebliebenen, Nai Nai (Kosewort für Großmutter). Als sie von ihren Eltern erfährt, dass ihre geliebte Nai Nai Lungenkrebs im Endstadium hat, die Familie jedoch beschlossen hat der Todkranken nichts davon zu erzählen, um ihre letzten Tage nicht zu beschweren, ist Billie von dieser Entscheidung überhaupt nicht angetan. Und wäre das nicht schon schlimm genug, wird ihr von ihren Eltern auch noch verboten mit zu der Hochzeit ihres Cousins zu kommen, die kurzfristig als Ausrede anberaumt wurde, um noch einmal die ganze Familie zusammen zu bringen und sich vom dahinscheidenden Familienoberhaupt zu verabschieden. Fest dazu entschlossen ihrer Nai Nai die Wahrheit zu erzählen, reist Billi ihren Eltern mit ihrem letzten Notgroschen kurzerhand einfach nach China hinterher…Regisseurin Lulu Wang spielt in diesem semi-biographischen Stück Lebensweisheit liebevoll mit den unterschiedlichen kulturellen Auffassungen über das Leben und seine wichtigen Themen, einschließlich des unvermeidbaren letzten Ganges. Eine warmherzige Liebeserklärung an die innere Heimat, die auch hervorragend zwischen den Kulturen aufgehoben ist, aber vor allem in der Familie. Und auch wenn aus diesem Stoff ganz leicht eine billige Culture- Clash-Komödie hätte werden können, hat Lulu Wang hier mit betörenden Bildern den nächsten humorvoll melancholischen Festival-Liebling geschaffen. Anschauen!
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8. Spielwoche
Frankreich 2019
115 min.FSK 6
Drehbuch & Regie
Eric Toledano, Olivier Nakache
Darsteller
Vincent Cassel
Reda Kateb
Hélène Vincent
Verleih
ProKino

Alles außer gewöhnlich

Nach „Ziemlich beste Freunde“ und „Das Leben ist ein Fest“ bringt das Erfolgsduo Toledano/Nakache nun eine weitere Komödie in die Kinos, die unsere Herzen erweichen lässt.

Was es bedeutet mit autistischen Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, wissen Bruno (Vincent Cassel, OCEAN'S 12, BLACK SWAN) und Malik (Reda Kateb) sehr genau. Sie arbeiten seit 20 Jahren in einer solchen Einrichtung. Sicher kein leichter Job. Hinzu kommt, dass die Schüler aus schwierigen Stadtvierteln und somit schlussfolgernd aus schwierigen Verhältnissen kommen. Sie werden zusätzlich als „besonders komplex“ eingestuft. Doch Bruno und Malik geben alles. Sie kämpfen für ihre Schüler, für jeden einzelnen, um ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen. Zum Thema: „Je dringender ein Mensch mit Autismus Fürsorge benötigt, desto höher ist (zumindest in Frankreich, aber wahrscheinlich auch anderswo) die Chance, dass er am Ende ganz ohne Unterstützung allein in seiner Wohnung hockt. Dieser im ersten Moment paradox klingende Umstand hat damit zu tun, dass Einrichtungen besonders versorgungseffektive Patienten oft ablehnen oder weiterreichen, weil sie nicht das nötige Personal haben oder es sich für sie auch finanziell einfach nicht lohnt.“ Christoph Petersen

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16. Spielwoche
Kanada, USA 2019
130 min.FSK 16
Regie
Todd Phillips
Drehbuch
Scott Silver, Todd Philips
Darsteller
Robert De Niro
Zazie Beetz
Joaquin Phoenix
Verleih
Warner Bros.

Joker

DIE OSCARS 2020: Elf Nominierungen für den „Joker“! Golden Globe Auszeichnung als bester Hauptdarsteller für Joaquin Phoenix.

1981 in Gotham City: Arthur Fleck (Joaquin Phoenix) fristet ein trostloses Leben. Wenn er nicht gerade auf den Straßen von Gotham City als Clown verkleidet Werbeschilder für Schlussverkäufe herumwirbelt oder von jugendlichen Schlägern verprügelt wird, kümmert er sich zuhause um seine kranke Mutter Penny (Frances Conroy). Flecks Geisteskrankheit wird durch die ständigen Demütigungen immer schlimmer. Mittlerweile schluckt er sogar sieben Psychopharmaka gleichzeitig. Sein Leben nimmt eine dramatische Wendung, als er von seinem Kollegen Randall (Glenn Flesher) einen Revolver geschenkt bekommt, für den er kurz danach auch Verwendung findet: Als in der U-Bahn drei betrunkene Yuppies für Stunk sorgen, knallt er sie kurzerhand ab – und löst damit unbeabsichtigt eine Bewegung aus, die gegen die Oberschicht aufbegehrt. Trotz seiner instabilen psychischen Verfassung verfolgt Arthur seine Karriere als Stand-up-Comedian dennoch weiter und landet schließlich bei seinem großen Idol, dem Late-Night-Talker Murray Franklin (Robert DeNiro). Der hat für das Nachwuchstalent jedoch nichts als Spott übrig und führt ihn als unlustigsten Komiker aller Zeit vor ... (Verleihtext)

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17:40
2. Spielwoche
Deutschland 2019
73 min.FSK 0
Regie
Verena Fels, Sandor Jesse
Drehbuch
Katja Grübel
Darsteller
Jan Delay
Anna Thalbach
Nellie Thalbach
Verleih
Universum Film

Der kleine Rabe Socke

Suche nach dem verlorenem Schatz

Ein neues Abenteuer wartet auf Socke, unseren kleinen Raben, der wieder fabelhaft von Jan Delay gesprochen wird. Diesmal dreht sich alles um einen besonderen Schatz, dessen Karte der kleine Rabe Socke (Stimme: Jan Delay) auf dem Dachboden findet. Opa Dachs (Dieter Hallervorden) hat sie einst angefertigt. Eigentlich sollte Socke ja den Dachboden zur Strafe für ein von ihm ruiniertes Waldfest aufräumen. Doch nun gibt es Wichtigeres zu tun. Die Aussicht den Schatz als Erster zu finden und somit König zu werden wirkt regelrecht hypnotisierend auf ihn. So macht er sich mit seinem besten Kumpel Eddi, dem Bär, auf den Weg. Schnell finden sich weitere lustige Begleiter wie der Kleine Dachs und das Bibermädchen Fritzi. Gemeinsam wollen sie den Schatz bergen. Es wird ein Berg und Tal Marsch bis hoch zum Nebelberg, auf dem eine geheimnisvolle Höhle auf die jungen Entdecker wartet. Es wäre jedoch alles viel zu einfach, wenn sie nicht doch noch von den Biberjungs Henry und Arthur verfolgt worden wären. Die kleinen Bösewichte haben einfach den Kleinen Dachs als Pfand gekidnappt, um schlussendlich alleine den Schatz zu finden. Da heißt es für Socke den Schatz finden oder den Kleinen Dachs retten? Freunde forever oder alleine König sein? Anschauen! Bitte, danke!
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DoFrSaSoMoDiMi
11:00