Spielwoche

23. - 29. 3.

 
1. Spielwoche
Deutschland 2017
105 min.FSK 12
Regie
Christian Zübert
Drehbuch
Christian Zübert
Darsteller
Moritz Bleibtreu
Lucas Gregorowicz
Alexandra Neldel
Wotan Wilke Möhring
Verleih
Wild Bunch

Lommbock

16 Jahre nach Lammbock bringt Christian Zübert mit Lommbock endlich die lang ersehnte Fortsetzung auf die Leinwand. Wer kennt sie nicht? Kai (Moritz Bleibtreu) und Stefan (Lucas Gregorowicz) aus dem Film Lammbock? Wahnwitzige Dialoge und ein absoluter Kultfilm. Die gleichnamige Pizzeria LAMMBOCK, in der sie damals Gourmet Pizzen mit einem sorgfältig versteckten Päckchen Gras verkauften ist mittlerweile Geschichte. Stefan verließ Würzburg mit dem Ziel sich seinen Traum zu verwirklicken und eine Strandbar zu eröffnen. Doch das Schicksal hat es anders gewollt. Stefan hat stattdessen eine steile Karriere als Anwalt eingeschlagen und ist inzwischen mit Yasemin (Melanie Winiger), der Tochter einer der mächtigsten Männer in den Vereinigten Arabischen Emiraten, verlobt. Kurz vor der Hochzeit bemerkt Stefan, dass ihm noch wichtige Papiere fehlen. Er begibt sich also in seine alte Heimat und trifft plötzlich Kai wieder. Kai hat inwzischen einen Sohn Jonathan (Louis Hofmann) und führt einen heruntergekommenen Asia-Liefer-Service mit dem Namen LOMMBOCK. Stefans Aufenthalt in seiner Heimatstadt wird durch Kai unfreiwillig verlängert und ihre Freundschaft steht vor einer großen Hürde.
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DoFrSaSoMoDiMi
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3. Spielwoche
USA 2016
111 min.FSK 12
Regie
Barry Jenkins
Drehbuch
Barry Jenkins, Tarell Alvin McCraney
Darsteller
Mahershala Ali
Naomie Harris
Alex Hibbert
Ashton Sanders
Trevante Rhodes
Jharrel Jerome
Verleih
DCM

Moonlight

Schwarz und schwul. Eine Kombination, die einen Heranwachsenden in den Slums von Miami zum Ausgestoßenen verdammt. Ein radikal ehrliches, tief berührendes und ausnehmend schön inszeniertes Außenseiterdrama in drei Akten. Chiron (Alex Hibbert) ist klein und schmächtig, wächst ohne Vater, dafür mit einer drogensüchtigen Mutter (Naomie Harris, „Spectre“), in einem Ghetto in Miami auf. Nur der Kleinkriminelle Juan (Mahershala Ali, „House of Cards“) hat ein Herz für den verängstigten, sensiblen Jungen und nimmt ihn unter seine Obhut. Jahre später, nun Teenager, muss sich Chiron (jetzt Ashton Sanders) immer noch durchschlagen. Sein einziger Freund Kevin (Jharrel Jerome) steht ihm dabei zur Seite und teilt mit Chiron eines Abends einen intimen Moment, der verhängnisvolle Konsequenzen nach sich zieht. Zehn Jahre darauf hat sich Chiron (nun Trevante Rhodes) radikal verwandelt, aus dem schwächlichen Jungen ist ein kräftiger junger Mann geworden, der mit Muskeln, Schmuck und teurem Fahrzeug um sich protzt. Erfolgreich im kriminellen Geschäft, hat sich Chiron gegen seine raue Umgebung abgehärtet, doch dann ruft Kevin plötzlich an. Regisseur Barry Jenkins und Bühnenautor Tarell Alvin McCarney lenken den Blick auf ihre Heimat, die Elendsviertel von Miami, in denen überwiegend Schwarze leben, die meisten Kinder ohne Vater aufwachsen und Drogen und Gewalt zum Alltag gehören. Doch „Moonlight“ ist weniger eine trockene Milieustudie, sondern entpuppt sich als regelrechtes Kinogedicht: klassische Streichermusik, ausgeblendetes Geschrei, das flackernde Licht von Badezimmerspiegeln und Polizeisirenen, eine grobkörnige (Retro-)Farbpalette. Dieser Film ist mehr Leinwand-Ballet als naturalistisches Sozialkino, indem der Begriff der Männlichkeit in der von Macho-Attitüden geprägten Slumkultur neu verhandelt wird. In brillant inszenierten, poetischen Bildern erzählt „Moonlight“ vom Heranwachsen einer sensiblen Seele, in einer rauen Umgebung und unterwandert die harte Realität eines von der Gesellschaft Vergessenen mit zärtlichen Momenten der Hoffnung.
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DoFrSaSoMoDiMi
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2. Spielwoche
Deutschland 2017
96 min.FSK 12
Regie
Lars Henning
Drehbuch
Lars Henning
Darsteller
Peter Kurth
Catrin Striebeck
Karl Markovics
Verleih
Temperclayfilm

Zwischen den Jahren

Nachdem er eine "lebenslängliche" Haftstrafe verbüßt hat, wird der Mörder Becker in die Freiheit entlassen. Er hat nur ein Ziel: Ein neues Leben zu beginnen und die furchtbare Tat von damals endgültig hinter sich zu lassen. Becker findet einen Job, Freunde und in der einsamen Putzfrau Rita sogar eine Frau, die sich für ihn interessiert. Eines Tages aber wird er völlig überraschend von seiner Vergangenheit eingeholt: Der Witwer Dahlmann steht vor ihm, jener Mann, dessen Frau und Tochter er vor 18 Jahren bei einem tragisch aus dem Ruder gelaufenen Einbruch erschossen hatte. Offenbar weiß Dahlmann genau über den Ex-Häftling und dessen neues Leben Bescheid. Becker lässt nichts unversucht, um den Stalker zu besänftigen, fleht ihn an, ihn in Frieden zu lassen. Aber Dahlmann will Rache – und Becker wird klar, dass es scheinbar nur einen einzigen Weg gibt, um die Menschen, die ihm nahestehen, vor dieser Rache zu schützen. (Verleih)
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DoFrSaSoMoDiMi
 13:15
20:00 
1. Spielwoche
Niederlande 2017
105 min.FSK 6
Regie
Dennis Bots
Drehbuch
Karen van Holst Pellekaan
Darsteller
Davy Gomez
Juna de Leeuw
Yorick Van Wageningen
Verleih
Farbfilm

Storm und der verbotene Brief

Antwerpen, zur Zeit der Reformation: Das Leben des 12-jährigen Storm gerät aus den Fugen, als sein Vater Klaas den Auftrag erhält, in seiner Druckerei einen Brief Martin Luthers zu drucken. Denn sein Vater wird schon bald mit dem verbotenen Brief ertappt und verhaftet und so muss Storm mitsamt der Druckplatte des Briefes in die Katakomben der Stadt fliehen. Dort trifft er auf das Waisenmädchen Marieke und findet in ihr eine Mitstreiterin. Gemeinsam müssen sie nun versuchen, Storms Vater vor dem Scheiterhaufen zu bewahren. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn Storm weiß nicht, wem er überhaupt trauen kann... STORM UND DER VERBOTENE BRIEF von Regisseur Dennis Bots (DAS GROSSE GEHEIMNIS, STARKE MÄDCHEN WEINEN NICHT) ist ein Kinder- und Jugendfilm zur Reformation, der diese über die Person Luther hinaus als ein europäisches Phänomen beleuchtet. Der ebenso feinsinnige wie abenteuerliche Familienfilm begleitet in aufwendig inszenierten Bildern den jungen Storm auf seiner gefahrvollen Reise durch ein Stück europäische Geschichte. (Verleih)
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11. Spielwoche
USA 2016
128 min.FSK 0
Regie
Damien Chazelle
Drehbuch
Damien Chazelle
Darsteller
Ryan Gosling
Emma Stone
John Legend
Verleih
StudioCanal

La La Land

Emma Stone und Ryan Gosling entzünden ein knallbuntes Musical-Feuerwerk, das einen mitnimmt auf eine traumhafte Reise durch ein Musik-gewordenes Hockney-Gemälde. Mia und Sebastian teilen das selbe Schicksal. Sie leben beide in LA und träumen vom Erfolg im Showbusiness. Mia (Emma Stone, „Crazy, Stupid, Love“, „Birdman“) klappert ein Casting nach dem anderen in der Stadt der Träume ab, übersteht jedoch kaum ein Vorsprechen, ohne vorzeitig unterbrochen zu werden. Sebastian (Ryan Gosling, „Drive“, „The Big Short“) ist mit ganzem Herzen Jazz-Pianist, und hat den Plan gefasst, dem klassischen Jazz neues Leben einzuhauchen. Beide scheinen bei ihren künstlerischen Vorhaben auf der Stelle zu treten und schlagen sich mit Nebenjobs und Kleinstengagements durch. Doch dann spielt das Schicksal ihnen in die Hände, als sie sich zufällig über den Weg laufen und sich Hals über Kopf ineinander verlieben. Gegenseitig geben sie sich die Kraft und Inspiration, ihre Sehnsüchte zu verwirklichen. Doch bald wird den Beiden klar, dass sie für den Erfolg Opfer bringen müssen. Sind sie im Stande, ihre Liebe zueinander und ihre Leidenschaft zur Kunst miteinander zu vereinbaren, oder werden sie eine schwere Entscheidung treffen müssen? Damien Chazelle hat schon mit seinem letzten oscarprämierten Meisternwerk „Whiplash“ eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie symbiotisch Film und Musik fusionieren können. Im absolut liebevoll in Szene gesetzten „La La Land“ singen und tanzen sich die beiden Hauptdarsteller, die schon in „Crazy, Stupid, Love“ eine greifbar starke Chemie entwickelten, durch das vibrierende LA unserer Zeit, und verbreiten eine moderne Version der einstigen Magie von Fred Astaire und Ginger Rogers.
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USA 2016
95 min.FSK 16

The Monster

Kathy hat mit Alkoholproblemen zu kämpfen und ist weit davon entfernt, eine gute Mutter zu sein. So verschläft sie es auch, ihre Teenagertochter Lizzy pünktlich zu deren Vater zu bringen. Erst abends brechen sie bei strömendem Regen auf. Auf einer einsamen Waldstraße überfahren sie einen Wolf, das Auto bleibt liegen, Hilfe lässt auf sich warten. Die beiden Frauen entdecken, dass der Wolf schon vorher verletzt war: Ein Fangzahn steckt in seinem Fell. Offenbar ist da etwas im Wald. Und dieses Etwas kommt immer näher. Mit "The Strangers" hatte Bryan Bertino 2008 eine beachtliche Visitenkarte abgegeben. "The Monster" unterstreicht nun, dass man sich in Boytano nicht getäuscht hat: Wieder gelingt es ihm, mit einfachen Mitteln ein Maximum an Verunsicherung und Spannung aufzubauen und nackten Horror mit kluger Psychologie zu vermengen. Mit Zoe Kazan und Scott Speedman stehen ihm abermals namhafte Schauspieler zur Seite, aber die Show gehört der Teenagerin Ella Ballentine ("The Captive"), wenn nach langem Suspense die Hölle losbricht. (VideoMarkt)
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23:00

:::MIDNIGHT MOVIE::: Freier Eintritt - 5€ Mindestverzehr
5. Spielwoche
Chile, Argentinien, Frankreich, Spanien 2016
108 min.FSK 12
Regie
Pablo Larraín
Drehbuch
Federico Jusid
Darsteller
Luis Gnecco
Gael García Bernal
Mercedes Morán
Verleih
Piffl

Neruda

Mehr als nur ein Biopic – Regissuer Pablo Larraín wirft einen kritischen Blick auf den Dichter Pablo Neruda. Pablo Neruda (Luis Gnecco) ist 1948 nicht nur berühmter Dichter, sondern auch Kommunist und Senator. Als er die Regierung um Präsident Videla (Alfredo Castro) des Verrats bezichtigt, wird er prompt seines Amtes enthoben und verfolgt. Doch Neruda wäre nicht Neruda, wenn er dem Ganzen nicht einen gewissen Kick abgewinnen könnte. Mit dem Polizisten Peluchoneau (Gael García Bernal) im Nacken begibt er sich, zusammen mit seiner Frau Delia del Carril (Mercedes Morán), auf eine waghalsige Flucht quer durch Chile. Immer wieder gelingt es ihm, seine Verfolger in die Irre zu führen und wird dadurch schnell über die Landesgrenzen hinweg berühmt. Pablo Larraín, bekannt durch die Trilogie „Tony Manero“, „Post Mortem“ und „No“, gelingt es in seinem Drama Wahres mit Erfundenem zu vermischen und so die Frage in den Raum zu stellen, wie notwendig Helden sind.
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11:00
37. Spielwoche
Deutschland, Österreich 2016
162 min.FSK 12
Regie
Maren Ade
Drehbuch
Maren Ade
Darsteller
Michael Wittenborn
Peter Simonischek
Sandra Hüller
Verleih
NFP

Toni Erdmann

Mit Perücke und falschem Gebiss versucht ein Vater sich an seine emotional erkaltete Tochter heranzutasten. Maren Ades Erfolgsfilm, der Cannes diese Jahr im Sturm eroberte und doch keine Auszeichnung bekam. Der Musiklehrer Winfried (Peter Simonischek) besucht spontan seine Tochter Ines (Sandra Hüller), die gerade in Rumänien als Unternehmensberaterin lebt und arbeitet. Ines erfüllt ihre töchterlichen Verpflichtungen gegenüber ihrem Vater, aber mehr war bis jetzt niemals drin. Winfried ist zudem kein leichter Umgang, momentan ist er etwas traurig weil er seinen Hund verloren hat, und sonst ist er gern zu launigen, etwas altbackenen Scherzen und Streichen aufgelegt, mit denen er auch gerne mal sein Umfeld testet. In Bukarest angekommen, wird Winfried von Ines zu ihren Terminen und Empfängen mitgeschleift. Kein guter Start. Und es kommt noch schlimmer, denn Winfried kann sich weder seine Witze verkneifen, noch die Kritik an Ines Lebensstil. Er verabschiedet sich von seiner Tochter, aber der Abschied ist keinesfalls endgültig, denn Winfried kehrt zurück, als Toni Erdmann. Mit grässlicher Wuselperücke und falschem Gebiss, bricht Toni Erdmann über Ines Leben herein und hält sich vor Niemandem zurück. Anfangs schockiert und sprachlos, beginnt sich Ines allmählich auf das Experiment ihres Vaters einzulassen. Toni gelingt, was Winfried nicht schafft; Er findet einen Weg zu Ines. Mit Bestnoten startete „Toni Erdmann“ in den diesjährigen Wettbewerb von Cannes, die Aufführung ein riesiger Erfolg. Weltpresse und Publikum waren begeistert, warfen mit Superlativen um sich, dann der Schock bei der Preisverleihung; keine Auszeichnung für „Toni Erdmann“. Ein Skandal, zweifellos, denn man liest es überall: Dieser Film ist zum niederknien, eine Offenbarung! Maren Ade erzählt eine feinfühlige, witzige, intelligente und höchst eigensinnige Geschichte über den Kampf der Generationen als liebevoll ironische Herausforderung für beide Seiten. Wie in einem schüchtern startenden Pas de deux kreisen Vater und Tochter umeinander, befehden sich und lieben sich doch. Das ist schmerzhaft ehrlich und peinlich genial, vor allem aber herzzerreißend und aufrichtig.
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DoFrSaSoMoDiMi
12:00