Spielwoche

13. - 19. 6.

Holt Euch hetzt die Jim Jarmusch re:view card:

re:view4 = vier Karten aus der re:view für 26 Euro (6,50 je Ticket)

re:viewAll = für 50 Euro alle 10 Filme (5,00 je Ticket, inkl. Doppelnacht)

ODER

die Glorreichen 5 (5 mal Kino für nur 28,50 €)

1. Spielwoche
USA 2019
102 min.FSK 16
Drehbuch & Regie
Jim Jarmusch
Darsteller
Adam Driver
Steve Buscemi
Bill Murray
Selena Gomez
Caleb Landry Jones
Tom Waits
Danny Glover
Chloë Sevigny
Tilda Swinton
Verleih
Universal Pictures

The Dead Don't Die

Der wohl entspannteste Zombiefilm aller Zeiten – Jim Jarmusch bittet zu Tisch. Im amerikanischen Kaff Centerville gehen plötzlich alle Uhren falsch und die Sonne geht nicht mehr unter. Bald ist auch klar warum: Fracking am Nordpol hat die Erdachse aus dem Gleichgewicht gebracht, und das hat unangenehme Folgen… Als die Provinzpolizisten Cliff (Bill Murray), Ronnie (Adam Driver) und Mindy (Chloë Sevigny) begreifen, was Sache ist, ist es schon lange zu spät. Aber scheint auch nicht so wild zu sein. Die umherstreunenden Untoten begehrt es hauptsächlich nach dem, was sie auch mit Blut in den Adern schon interessant fanden, und was soll man als Wiedergänger auch schon mehr wollen als WiFi, Kaffe, billigen Chardonnay und Antidepressiva? Na gut, was zu mampfen brauchen die Zombies dann doch noch, und Cliff, Ronnie und Mindy müssen dann doch noch ausrücken um ein paar Köpfe abzuschlagen. Mit seinem neuen Stück filmgewordener Lässigkeit verbeugt sich Jarmusch vor den Altherren des Monstergenres. Von Nosferatu bis George A. Romero finden sich Anklänge der guten alten Schauergeschichten. Wer Jarmusch kennt, weiß, was ihn erwartet. Katastrophenmanagement besteht bei ihm daraus, drei unbeteiligte Fußgänger wegzuschicken. Für Jarmusch versammelt sich wieder die Creme de la Creme der Unterhaltungsbranche, um nonchalant durch die Zombie-Apokalypse zu schlendern. Herrlich unorthodoxes Mörderfest in Slow-Mo vom Independent-Papst, angucken!
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DoFrSaSoMoDiMi
 18:0018:00
20:3020:3020:30

!!!PRÄDIKAT BESONDERS WERTVOLL!!! - Deutsche Film- und Medienbewertung
1. Spielwoche
Schweden 2019
98 min.FSK 0
Regie
Tuva Novotny
Drehbuch
Anders Frithiof August, Øystein Karlsen, Tuva Novotny
Darsteller
Pernilla August
Peter Haber
Anders Mossling
Verleih
ProKino

Britt-Marie war hier

Warmherzige Komödie über alten Ballast und neue Perspektiven. Es ist niemals zu spät, ein neues Leben zu beginnen: Als ihre Ehe nach 40 Jahren zerbricht, räumt Britt-Marie nicht nur mit ihrem bisherigen Leben auf, sondern sorgt darüber hinaus auch in ihrem neuen Heimatort Borg für frischen Wind…BRITT-MARIE WAR HIER ist die weibliche Antwort auf EIN MANN NAMENS OVE: Rund 500.000 Kinozuschauer begeisterte die Verfilmung des Bestseller-Romans des schwedischen Autors Fredrik Backman 2016 in Deutschland. Mit feinsinnigem Humor erzählt die Regisseurin Tuva Novotny, die hierzulande vor allem als Schauspielerin für ihre Rollen in Filmen wie EAT PRAY LOVE oder BORG/MCENROE bekannt wurde, in BRITT-MARIE WAR HIER davon, dass es nie zu spät ist für die Suche nach dem Lebensglück und der eigenen Identität. In der Hauptrolle des Films glänzt die schwedische Schauspielerin Pernilla August (SWOON), die einst von Ingmar Bergman für den Film entdeckt wurde...(Verleihtext)
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DoFrSaSoMoDiMi
17:00 
19:0019:00
2. Spielwoche
Südkorea 2018
148 min.FSK 16
Regie
Lee Chang-Dong
Drehbuch
Oh Jung-Mi, Lee Chang-Dong
Darsteller
Yoo Ah-In
Steven Yeun
Jeon Jong-seo
Verleih
capelight pictures

Burning

Leise köchelnder Beziehungsthriller wird zum mesmerischen Großereignis. Der verachtete Festivalknaller aus Südkorea kommt endlich doch ins Kino. Jong-soo ist ein etwas einfältiger Möchtegern- Autor in der Großstadt. Eines Tages stolpert er in Hae-Mi, eine Kindheitsbekanntschaft aus seinem Heimatdorf. Die beiden nähern sich vorsichtig an und Jong-soo verspricht Hae-mis Katze zu hüten, während sie auf einen Wohltätigkeitstrip nach Afrika reist. Als Hae-mi wiederkommt, hat sie einen Freund im Schlepptau, Ben. Dieser hat viel Geld und viel Freizeit und (scheinbar) Hae-mis Herz gewonnen, doch eines Abends offenbart Ben Jongsoo sein düsteres Hobby und dann ist Hae-mi plötzlich verschwunden. Jong-soo beginnt nach ihr zu suchen. BURNING ist ein schleichender Triumph. Ein mystischer, psychologischer Thriller, dessen langsam entfaltende Handlung beinahe schon anödet, bis man bemerkt, sich der einlullenden Atmosphäre und dem cleveren Rätselspiel nicht mehr entziehen zu können. Die spannende Dreiecksbeziehung samt Krimiplot lässt zudem viel Deutungsraum und bleibt bis zum fulminanten, finalen Schock, komplett unvorhersehbar. Die Vorlage zu diesem hinterlistigen Mindfuck stammt übrigens von Autor Haruki Murakami (Naokos Lächeln, Kafka am Strand), dessen literarische Merkmale und Gedankengespenster hier eine herausragende, filmische Adaption finden.
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DoFrSaSoMoDiMi
21:0021:00
4. Spielwoche
Großbritannien 2017
102 min.FSK 0
Regie
Simon Hunter
Drehbuch
Elizabeth O'Halloran
Darsteller
Sheila Hancock
Kevin Guthrie
Amy Manson
Verleih
Weltkino

Edie

Für Träume ist es nie zu spät

„Wir Frauen sind Fürsorger, wir haben unsere Partner, Männer, Kinder. Sie zu versorgen wird von uns erwartet... aber wir müssen auch persönliche Erfüllung finden. Wir müssen unseren Träumen folgen. Und wir müssen den Mut haben zu sagen: Ich schaffe das.“ (Glenn Close, Danksagung zur Golden Globe Auszeichnung für DIE FRAU DES NOBELPREISTRÄGERS.) Auch Edith Moor, kurz Edie, (Sheila Hancock) war ihr Leben lang so eine Fürsorgerin. Sie hat ihre Tochter großgezogen, dann erlitt ihr Ehemann einen Schlaganfall. Erst dreißig Jahre später macht er Edie zur über 80jährigen Witwe. Für die Tochter ist sie ein Fall fürs Altersheim, doch die alte Frau ist über die Jahre nicht nur verbittert und traurig, sondern auch widerborstig geworden. So hält sie fest an einem Traum, der ihr eine Ewigkeit verwehrt bliebt: Edie möchte den „Suilven“, einen kleinen Berg (731m) in den schottischen Highlands, erklimmen. Keine leichte Aufgabe für ein letztes großes Abenteuer, doch Edie findet überraschend Hilfe in einem Seelenverwandten, dem jungen Bergführer Jonny (Kevin Guthrie). Martin Sheen (DEIN WEG), Reese Witherspoon (WILD) und Hape Kerkeling (ICH BIN DANN MAL WEG) haben es in jüngster Zeit schon getan: das Wandern bis zur Selbstfindung. Doch bei EDIE geht es weniger um Selbstfindung als um Selbsterfüllung. Ein Beispiel dafür, wie wichtig es ist, sich selbst im Leben nicht zu vergessen, seinen ganz persönlichen Wünsche und Träumen gelegentlich zu folgen und sich selbst und seine Bedürfnisse anzuerkennen, um dann die schweren, überraschenden oder unangenehmen Aufgaben im Leben gefestigt und selbstbewusst anzugehen. Sheila Hancock (eher bekannt für Bühnenstücke und TV) ist ein erfrischender Anblick zu den üblichen Verdächtigen (Judie Dench, Maggie Smith oder Helen Mirren) und bekommt mit den wild-romantischen schottischen Highlands ein wundervolles Panorama für tiefe Erkenntnisse und unerwartete Freundschaften. Definitiv eine Reise ins Kino wert.
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DoFrSaSoMoDiMi
17:00